LWL-Freilichtmuseum Detmold. Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde
Auf 90 Hektar erwarten den Besucher über 100 Gebäude, Gärten und Felder. Außerdem Lippegänse, Bentheimer Landschweine, sowie andere Tiere! Das LWL-Freilichtmuseum Detmold ist Deutschlands größtes Freilichtmuseum. Der Besucher kann sich das Leben der Menschen in früheren Zeiten gut vorstellen. Das Freilichtmuseum Detmold wurde 1960 gegründet und 1971 eröffnet.
Bild 1, eine Panoramaaufnahme vom Lippischen Meierhof. Der Lippische Meierhof, errichtet aus Gebäuden des 16., 17. und 18. Jahrhunderts. Links Leibzucht, Mitte Haupthaus des Lippischen Meierhofes, erbaut 1570 als niederdeutsches Hallenhaus mit einer Länge von acht Dielenfachen (ca. 21 Meter), rechts Fachwerkscheune von 1599 mit Schäferkarren, einer Schlafstätte auf Rädern. (Aufbauzustand um 1800 bis 1850)
Bild 2, Unmittelbar am Eingang befindet sich eine Wassermühle. Die Wassermühle stand ursprünglich in Barkhausen (Gemeinde Melle) Landkreis Osnabrück, auf dem Hof Heller. Erbaut 1841, dargestellter Zustand um 1925
Bild 3, 2004 wurde das Mausoleum, aus dem Garten der Hof-Apotheke, im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold, eingeweiht. Der Wiederaufbau des Mausoleums war 2001 begonnen worden.
Bilder 3 bis 5, Osnabrücker Hof. (Dargestellte Zeit: um 1800) Erbaut wurde der Osnabrücker Hof 1609.
Bild 6, Scheune Osnabrücker Hof.
Bild 7, Tecklenburger Kotten von 1784 mit Brunnen.
Bilder 8 bis 10, Kapellenschule.
Die Kapellenschule stand ursprünglich in Werthenbach (Kreis Siegen-Wittgenstein)
Die Fachwerkkapelle ist ein Saalbau mit Chor, später erhielt die Kapelle eine Empore. Hier wurden regelmäßige Andachten abgehalten. Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen fanden hier nicht statt. Im 18. Jahrhundert wurde die Kapelle auch als Schule genutzt. Erst mit dem Schulanbau von 1816 erhielt man einen abgetrennten Klassenraum.

                                     

           

 


Teil 2.
Bild 1 und 2, Paderborner Dorf. Im Paderborner Dorf, befinden sich 38 Bauten. Aufbauzustand um 1880-1925. Hier befindet sich auch die Bäckerei, in der heute noch genauso gebacken wird, wie in alten Zeiten.
Pastorat und Restaurant „Im Weißen Ross“. Das Pastorat stand ursprünglich in Allagen (Stadt Warstein, Kreis Soest)
Um 1900 gehörte zu einem Kirchdorf im Paderborner Land in jedem Fall ein Pastorat. Ein Pfarrhof mit Nebengebäuden zur landwirtschaftlichen Versorgung des Pfarrers. Im LWL-Freilichtmuseums Detmold wurde das Pastorat so eingerichtet, wie es um 1900, zur Amtszeit von Pfarrer Joseph Schafmeister, hätte ausehen können.
Bild 3, Sauerländer Dorf. Der Kayser-Henke- Hof stand einmal in Ostentrop (Gemeinde Finnentrop, Kreis Olpe). Das äußerlich wenig veränderte Bauernhaus stammt aus dem Jahre 1770. Charakteristisch, die im Sauerland zu dieser Zeit angewandte Bauweise aus Fachwerk über einem Erdgeschoss aus Bruchstein. Die reich gestaltete Fassade im Stil des Spätbarocks ist von christlicher Symbolik geprägt.
Bild 4, Lippegänse. Die Lippegans ist eine bodenständige Weidegans mit einem Gewicht zwischen ca. 5 und 7 kg. Das Gefieder ist weiß oder gescheckt. Die Lippegans wird der Gruppe der Landgänse zugeordnet. Die Lippegans wurde 1985 durch das Westfälische Freilichtmuseum in Detmold wiederentdeckt.

                        

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Licht- und Klanginszenierung "Illumina"!
Bad Pyrmont ist niedersächsisches Staatsbad und ein traditionsreiches Kurbad mit vielen entsprechenden Kureinrichtungen.
Der Name Bad Pyrmont lässt sich nicht eindeutig zuordnen. Der Erzbischof von Köln, Philipp I. von Heinsberg, baute auf dem Schellenberg eine Burg. Diese Burg nannte er lateinisch „petri mons“. Das heißt auf Deutsch soviel wie Petersberg, ein weiterer Name ist Piremont. Aus welchem dieser beiden Namen Pyrmont entstanden ist, ist nicht bekannt.
Bad Pyrmont besitzt einen der schönsten Kurparks Deutschlands mit einem berühmten Palmengarten, die größte Palmenfreianlage nördlich der Alpen.
Das Kreativteam Forum InterArt um Regisseur Wolfram Lenssen setzte die Besonderheiten des Kurparks mit fantasievollen Lichtstimmungen, Musiken und Sprachcollagen eindrucksvoll in Szene.
7000 Besucher kamen zur ersten Illumina in Bad Pyrmont, die vom 24. September bis 3. Oktober im Kurpark zu sehen war.

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Schloss Hämelschenburg. (Bei Emmerthal im Weserbergland zwischen Hameln und Bad Pyrmont).
Ein beliebtes Ausflugsziel im Weserbergland ist das Schloss Hämelschenburg. Es gilt als das Hauptwerk der Weserrenaissance. Mit seinen Kunstsammlungen, den Gartenanlagen, der Wassermühle, seinen Wirtschaftsgebäuden und der Kirche, ist es eines der schönsten Renaissanceanlagen Deutschlands. Es ist ein wesentlicher Bestandteil der Straße der Weserrenaissance.
Bilder 1-6: Impressionen rund um das Schloss Hämelschenburg.
Bild 7: Im Gartenhaus hat eine Seifensiederin ihre kleine Werkstatt eingerichtet.
Seifensieder
Das Handwerk der Seifensieder ist im Spätmittelalter entstanden. Ursprünglich wurde dieser „Beruf“ als häusliche Tätigkeit ausgeübt. Seifensieder und Lichterzieher verschmolzen dann zu einem Berufsstand.
Seife war zu dieser Zeit ein Luxusartikel und wurde aus Südeuropa (Mittelmeerraum) importiert.
Die heimischen Seifensieder stellten einfache Gebrauchsartikel, wie flüssige Schmierseife und feste Kernseife her.
Hierzu wurde Rindertalg mit Pottasche versetzt und mit Natronsalz gehärtet.
Heute gibt es nur noch wenige Seifensieder und diese produzieren in der Regel spezielle Seifen.
Bild 8: Trakehner Zucht in Hämelschenburg.

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Stadthagen, Stadthagen ist Kreisstadt des Landkreises Schaumburg, (ehemals Schaumburg-Lippe und der ehemaligen Grafschaft Schaumburg) in Niedersachsen, Stadthagen liegt ca. 40 km westlich von Hannover. Stadthagen war Residenz- und kurze Zeit auch Universitätsstadt.
Höhe: 72 m ü. NN
Einwohner: 22.344 (Stand 31. Dez. 2009)
Adresse der Stadtverwaltung: Rathauspassage 1, 31655 Stadthagen
Bilder 1, 2 und 3, Weserrenaissance, Schloss Stadthagen. (HDR) Das Schloss Stadthagen wurde 1535-1539 vom Grafen Adolf XI erbaut. Es wird als das älteste und wohl einflussreichste Kulturdenkmal (Baudenkmal) der Weserrenaissance in Niedersachsen bezeichnet. Ursprünglich stand an dieser Stelle eine Wasserburg. Zurzeit „residiert“ hier das Finanzamt.
Bild 4, Stadtbücherei Stadthagen.
Bild 5, Stadtgarten Stadthagen. Zu den besonderen Schmuckstücken von Stadthagen zählt der Stadtgarten, eine barocke Gartenanlage. Der Stadtgarten befindet sich seit 1930 im Eigentum der Stadt Stadthagen. Die alte Gartenanlage stammt aus dem 17.Jahrhundert. Das im Teich auf Pfählen errichtete " Lustschlösschen " wurde erstmalig 1685 erwähnt. Heute dient es als Café.
Bilder 6 und 7, Amtspforte Stadthagen. (HDR) Die Amtspforte Stadthagen ist ein repräsentativer Fachwerkbau aus der Zeit der Weserrenaissance. Sie wurde vor dem Stadthäger Schloss 1553 erbaut und diente ursprünglich als Amts- und Gerichtsgebäude. Ab 1900 war es ein Wohnhaus und ab 1963 beherbergt es das Heimatmuseum. Nach mehrjähriger Sanierungszeit wurde das Museum 1992 völlig neu konzipiert wieder eröffnet.


Bilder 2 und 5, wurden während der „Blauen Stunde“ gemacht. © Ursula Zahr

                                                                           

                                                                                                   

Garten der Findlinge in Rinteln. (Ortsteil Möllenbeck).
Findlinge wurden von nordischen Eiszeitgletschern u.a. ins Weserbergland geschoben und sind Gesteine von erheblicher Größe. Ursprüngliche Heimat ist Skandinavien. Die kleineren Steine dieser Gruppe bezeichnet man als Geschiebe.
Bild1, links ein "Gneis", rechts "Granit".
Bild2, Findlinge, vom "Augengneis" bis zum "Smäland-Granit", kann man im Findlingsgarten Rinteln (Ortsteil Möllenbeck), besichtigen.
Bild3, ein Blick vom Garten der Findlinge auf das Kloster Möllenbeck. Das ehemalige Kloster Möllenbeck bei Rinteln gehört wohl zu den bedeutendsten Baudenkmälern Südniedersachsens. Erbaut wurde das Kloster im spätgotischen Stil zwischen 1478 und 1505 an der Stelle eines zuvor niedergebrannten Vorgängerbaues. Das Kloster gilt heute als eine der am besten erhaltenen spätmittelalterlichen Klosteranlagen in Deutschland.
Bild 4, Kloster Möllenbeck (eine Luftbildaufnahme aus dem Jahre 1968).

Bilder 1 -3, © Ursula Zahr.

 

 

Wo kann man seine Heimat besser kennen lernen, als im Heimatmuseum? Wir haben uns auf den Weg ins Rintelner Heimatmuseum gemacht (Eulenburg)

Die EULENBURG zeigt in ihrer Dauerausstellung informativ und anschaulich Wissenswertes über fünf Schwerpunkte...

Geschichte der Stadt und Festung Rinteln
Ur- und Frühgeschichte des Kreises Schaumburg
Hexenverfolgungen im Wesergebiet
Geschichte der Schaumburgischen Universität
Die Weser als Naturraum und Verkehrsweg

Geschichte der Stadt und Festung Rinteln

Eine erste Ansiedlung gab es nördlich der Weser bereits um 1150. Das Dorf nannte sich "Renthene" oder später "Oldenrintelen". Dieses Dorf wurde wahrscheinlich um 1350, während der Pest, endgültig verlassen.
Diese Siedlung war vermutlich Namensgeber  des heutigen Rinteln, das um 1235 durch Graf-Adolf IV von Holstein-Schaumburg am gegenüberliegenden Südufer auf einer Talsandinsel der Weser angelegt wurde.
Schon 1239 erhielt Rinteln das Stadtrecht nach Lippstädter Vorbild. Wenig später erfolgte die Befestigung des Ortes mit einer Steinmauer.
Die junge Stadt nahm besonders im 14. Jahrhundert einen bedeutenden Aufschwung. Aufgrund der günstigen Verkehrslage und dem Besitz einer Weserbrücke bekam die Stadt  zusätzliche Privilegien, wie das Wegezollrecht, die Gogerichtsbarkeit in den umliegenden Dörfern und das Messeprivileg. All dies erhöhte  die Bedeutung für das Umland.

Unter "Bilder Rinteln" steht noch etwas zur jüngeren Geschichte.

Geschichtliches aus Eisbergen, Fülme und der Goltzenburg in Fülme. Bitte hier klicken.

 HEXENVERFOLGUNG

Informationen über eines der dunkelsten Kapitel unserer Stadt.
Rinteln an der Weser war lange eine Universitätsstadt.
Die "Ernestina" wurde 1621 gegründet, als eine der ersten Universitäten in Deutschland. Sie bestand bis zum Jahr 1810.

Die "Ernestina" spielte eine große Rolle während der Zeit der Hexenverfolgung.

Ernestinum in Rinteln, lange Zeit ein Gymnasium.        

                                         

Allerdings ging aber auch die Wende der Hexenprozesse von Rinteln aus.1630 und 1631 erschienen in Rinteln außerdem zwei berühmte Bücher, die eine intensive Auseinandersetzung über Folter und Hexenverfolgung auslösten: Professor Hermann Goehausen war mit dem "Processus Juridicus" ein leidenschaftlicher Verfechter für den Einsatz der Folter in Hexenprozessen. Professor Friedrich von Spee kämpfte in seinem Buch "Cautio Criminalis" entschieden gegen die Folter als Mittel zur Wahrheitsfindung.

Zur jüngeren Geschichte der Stadt unter:  Bilder  Rinteln

Es folgen Bilder in lockerer Reihenfolge aus der näheren und weiteren Umgebung unserer Heimat.

In der Region Schaumburg gab es eine ausgeprägte Trachtenkultur. Farbliche Unterschiede in den getragenen Trachten zeigten unterschiedliche Lebenssituationen und Anlässe: Das waren zum Beispiel Freuden- oder Trauerzeit, die Alltags- oder Sonntagstracht oder die Tracht, die nur zum Kirchgang oder nur zum Abendmahl getragen wurde.
Heute gibt es im Schaumburger Land eine ausgeprägte Brauchtumspflege.

Die auf den nächsten Bildern gezeigten Trachten kann man wohl nicht eindeutig einem Gebiet zuordnen. Das ist wahrscheinlich eine Mischung aus „Westerten (Bückeburger) Tracht“ und „Holtruper Tracht“.

 

Am 12. März 2006 fand in Bad Eilsen ein Frühlingsfest statt. Die Temperaturen waren alles andere als Frühlingshaft. Wir haben uns unter anderem alte Trachten angesehen. Diese wurden ganz hervorragend von der Trachtengruppe Meinsen-Warber vorgeführt. Hier einige Bilder.

Zum Album: Trachten im Schaumburger Land

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Ein Blick zur Schaum und Paschenburg                                            Sonnenuntergänge im Weserbergland

Bilder 1 und 2 St.-Agnes-Kirche Steinbergen © Ursula Zahr      

Grundsteinlegung: 15. Mai 1888
Einweihung: 25. Mai 1890

 

Engern, Engern hat viel von seinem ursprünglichen Ortsbild und ländlichen Charakter bewahrt.
Am 1. März 1974 wurden insgesamt 18 Gemeinden (darunter auch Engern) in die Stadt Rinteln eingegliedert: Ahe, Deckbergen, Engern, Exten, Friedrichswald, Goldbeck, Hohenrode, Kohlenstädt, Krankenhagen, Möllenbeck, Schaumburg, Steinbergen, Strücken, Todenmann, Uchtdorf, Volksen, Wennenkamp und Westendorf.
Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes war im Jahre 1160. Engern liegt am Südwestrand eines großen, ehemals von der Weser umschlossenen Werders. Engern leitet seinen Namen gleich in zweifacher Hinsicht von der Flurbezeichnung „Anger" ab. Dieser Begriff kennzeichnet sowohl die Lage des Ortes auf der genannten Erhebung in der Weseraue, als auch die Tatsache, dass die alte Siedlung um eine große, gemeinschaftlich genutzte Weide, einem Dorfanger, herumgruppiert war. Von diesem Platz ist heute nichts mehr zu erkennen. Im Verlaufe der Jahrhunderte wurde dieser Platz mit neuen, kleineren Hofstellen bebaut.
Aufgrund seiner Lage inmitten der fruchtbaren Auwiesen war Engern früher bekannt für seine intensive Gänsehaltung. Noch heute kursiert daher in Rinteln die Scherzbezeichnung für die Dorfbewohner als „Engersche Göse".
„Lat se man jan, Lat se man jan, t sind jo de Engerschen Göse“!!!

Bilder 1 und 2, der historische Treidelpfad an der Weser, den Landgraf Karl im Jahr 1711 aufwändig ausbauen ließ, ist erst vor einigen Jahren bei Baggerarbeiten wieder entdeckt worden. Er liegt etwa einen Meter unter dem heutigen Niveau des Weserradweges und war mit großen Grenzsteinen markiert, von denen einige wieder am Fluss aufgestellt wurden.
Bild 3, "Engersche Göse", in einem kleinen Park am Schulweg.
Bild 4 und 5, 800 Jahrfeier 1960. Damals war Engern noch eine selbstständige Gemeinde. Ein Bier kostete 35 Pfennig und 40 Pfennig ein belegtes Brötchen mit Mett.

Bild 1, die Kirche St. Matthaei  zu Großenwieden findet 1031 die erste Erwähnung. Der vorhandene Bruchsteinbau ist wahrscheinlich in seinen Hauptteilen aus dem späten 13. Jahrhundert.
Bilder 2 und 3, das Kaiser Wilhelm Denkmal in Porta Westfalica wurde am 18.10.1896 im Beisein von Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Victoria feierlich eingeweiht. Ca. 20 000 Besucher waren gekommen um diesem Ereignis beizuwohnen.
Bild 2 wurde mir freundlicher Weise von Christian zur Verfügung gestellt.
Bild 4, an der Weser bei Großenwieden.

 

Hermannsdenkmal und Externsteine:

Ca. 30 km von Rinteln entfernt, in der Nähe von Detmold, im südlichen Teutoburger Wald, befindet sich das Hermannsdenkmal.
Das Denkmal soll an den Cheruskerfürsten Arminius und die sogenannte Schlacht im Teutoburger Wald erinnern, in der germanische Stämme unter Führung von Arminius (Lateinisch, in deutsch: Hermann, Armin und auch Irmin (Alt-Niederdeutsch) den römischen Legionen unter Publius Quinctilius Varus im Jahre 9 n. Chr. eine entscheidende Niederlage beibrachten.
Inzwischen gilt aber Kalkriese bei Bramsche auf Grund spektakulärer Funde als Ort der Schlacht. Eigentlich steht somit das Denkmal am falschen Ort.
Erbauer des Hermannsdenkmals war Ernst von Bandel.
Technische Daten des Denkmals.
Unterbau: 26,89 m
Standbild bis zur Schwertspitze: 26,57m
Gesamthöhe: 53,46 m
Länge des Schwertes: 7,00 m
Gewicht des Schwertes: 550kg.

Ganz in der Nähe vom Hermannsdenkmal befinden sich in Horn-Bad Meinberg die Externsteine.
Die Namensherkunft der Felsen ist nicht eindeutig geklärt. Christlich oder vorchristlich?
Der Streit um die Felsen ist mindestens 200 Jahre alt.
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Weserlied
Text: Franz von Dingelstedt
Melodie - Gustav Pressel

Hier hab' ich so manches liebe Mal
Mit meiner Laute gesessen
Hinunterblickend ins weite Tal,

Mein selbst und der Welt vergessen.
Und um mich klang es so froh und so hehr,
Und über mir tagt es so helle
Und unten brauste das ferne Wehr
Und der Weser blitzende Welle.

Wie liebender Sang aus geliebtem Mund,
So flüstert es rings durch die Bäume,
Und aus des Tales off'nem Grund
Begrüßten mich nickende Träume.
|Und um mich klang es so froh und so hehr,
Und über mir tagt es so helle
und unten brauste das ferne Wehr
Und der Weser blitzende Welle.

Da sitz' ich aufs Neue und spähe umher
Und lausche hinauf und hernieder.
Die holden Weisen rauschen nicht mehr,
Die Träume kehren nicht wieder.
Die süßen Bilder wie weit, wie weit!
Wie schwer der Himmel, wie trübe!
Fahr wohl, fahr wohl du selige Zeit!
Fahrt wohl, ihr Träume der Liebe!

 

 

 

 

Franz von Dingelstedt, * 30.4.1814, Halsdorf bei Kirchhain/Hessen-Kassel, † 15. Mai 1881, Wien Dingelstedt war Dichter, Autor, ab 1867 Direktor des Hofoperntheaters, ab 1872 Direktor des Hofburgtheaters. Das Weserlied schrieb er in mehreren Fassungen. Die Fassung von 1835 erschien 1836 im "Deutschen Musenalmanch". Vertont wurde die dritte Fassung von 1845.

Gustav Pressel, * 11.6.1827, Tübingen, † 30.6.1890, Berlin Pressel studierte in Berlin und Wien Theologie und Musik. 1845 folgte er einer Einladung von Franz Liszt nach Weimar. Dort sah er den Text des Weserliedes von Dingelstedt in seiner dritten Fassung von 1845  und vertonte es.